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D. tinctorius "azureus"
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E. mysteriosus
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| Grundlagen der Pfeilgiftfroschhaltung |
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| Dendrobaten | |||
| Geschrieben von: mato1701 | |||
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Wir wollen hier allen Neueinsteigern eine kleine Leitfaden bieten. Dieser Leitfaden sollte die ersten Fragen zur Haltung von Pfeilgiftfröschen behandeln und so den Einstieg erleichtern um grobe Fehler zu vermeiden. Meist reicht ein Blick aus und man wird zu einem Liebhaber der farbenprächtigen Frösche. Jedoch sollte vor der Anschaffung von Pfeilgiftfröschen (aber auch bei allen anderen Tieren) eine gründliche Planungsphase einhergehen.Als erstes sollte man die verfügbare Fachliteratur studieren. Neben einer für sich geeigneten Froschart sollte man aber auch alle Informationen einholen, die eine artgerechte Haltung garantieren. Ich möchte hier auf folgende Punkte eingehen: 1. Anschaffung von Pfeilgiftfröschen 1. Anschaffung von Pfeilgiftfröschen Bevor man sich ein Terrarium für Pfeilgiftfrösche anschafft, sollte man sich zuerst eine Froschart aussuchen, sich darüber informieren, welche Anforderungen die Art an das Terrarium hat. Hat man sich ausreichend informiert, stellt sich oft die Frage: „Wo bekomme ich die Frösche?“ Eine Möglichkeit wäre, sie in der Tierhandlung zu kaufen. Nur weiß man da meist nicht, woher die Tiere sind. Außerdem werden sie dort viel zu teuer angeboten und das Personal hat meistens auch kaum Fachwissen. Außer es handelt sich um eine Zoofachhandlung der Sie vertrauen. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Tiere auf einer Börse zu kaufen. Das ist aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden, da man die Züchter in der Regel nicht kennt, nicht weiß, wo die Frösche herkommen und die Haltung kann man auch nicht einsehen. Jedoch sollte es bei bekannten Züchtern keine Probleme geben! Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft die Tiere beim Züchter persönlich. Da sind die Frösche in der Regel gesund, man kann sich auch ein Bild davon machen, wie sie gehalten werden und mit dem Züchter fachsimpeln und wichtige Infos einholen. 1. 1. Auf was muss ich beim Kauf achten? Als erstes sollte darauf geachtet werden, dass sic nur Nachzuchten kaufen, um nicht das Schmuggeln von Pfeilgiftfröschen zu unterstützen und Nachzuchten haben auch kein Gift mehr im Körper. Weiters sollte ein kleiner optischer Gesundheitscheck durchgeführt werden. Dieser Check beinhaltet:
Wenn alles ok ist und man die Frösche kauft sollte man sich vom Züchter unbedingt einen Herkunftsnachweis, bzw. eine Abgabebescheinigung ausstellen lasen. Das braucht man dann unter anderem zum Anmelden bei der zuständigen Behörde. 2. Terrarium Bevor man sich aber die Frösche kauft, sollte man ein Terrarium einrichten und mindestens 6 - 8 Wochen einfahren.Diese Zeit ist wichtig, um die Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit optimieren zu können. Es kann sich in dieser Zeit auch Schimmel im Terrarium bilden, der dann aber wieder von selbst verschwindet. Auch sollte das nun eingerichtete Terrarium mit Springschwänzen und weißen Asseln geimpft werden, damit sich ein Mikroklima bildet. 2. 1. Geeignetes Terrarium Ich möchte hier nicht näher auf die verschiedenen Terrarientypen eingehen, da dieser Punkt im Bereich „Terrariumbau“ näher beschrieben wird. 2. 2. Gestaltung und Einrichtung Oft wird versucht, im Terrarium eine möglichst getreue Nachbildung des natürlichen Biotops zu schaffen, wobei da der optische Aspekt sehr im Vordergrund steht. Für eine artgerechte Haltung ist jetzt aber kein genauer Ausschnitt des Biotops mit seinen dazugehörigen Lebensgemeinschaften, die im Terrarium ohnehin nicht nachvollziehbar oder erwünscht wären, denn dazu gehören ja unter anderem auch Feinde und andere Faktoren. Zu den Faktoren, die für Terrariumhaltung wichtig sind, zählen z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Terrariengröße, Bodengrund usw.Für die Terrarienhaltung ist es wichtig, Einrichtungsgegenstände so zu wählen, dass alle Funktionen, die für das Tier unbedingt notwendig sind, möglichst praktikabel umgesetzt werden. Zitat aus: Pfeilgiftfrösche Biologie, Haltung, Zucht: „ Es ist deshalb unnötig, ein mit Wasser gefülltes Blatt zu verwenden, wenn eine flache Wasserschale dieselbe Funktion erfüllt. Beide Gegenstände sind geeignet, als Aufzuchtplatz für Kaulquappen; die Wasserschale ist aber viel einfacher zu handhaben und reinigen – ein entscheidender Vorteil in der Terrarienhaltung“ 2. 3. Bepflanzung Die Bepflanzung spielt für die Pfeilgiftfrösche nur eine untergeordnete Rolle. Es gibt nur wenige Arten, die auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen sind, weil sie darauf leben und laichen. Z. B. einige Formen der Ranitomeya ventrimaculata Gruppe. Viele Arten leben auf dem Boden in der Laubschicht oder unter Wurzeln und Felsspalten. Beim Bepflanzen sollte man sich überlegen, ob man eine „Grüne Hölle“ will oder ein möglichst natürliches Aussehen. Die Grundbepflanzung besteht aus Moosen, die Bodenbepflanzung kann aus Farnen oder kleinblättrigen Rankenpflanzen (Ficus pumilia) bestehen. Man sollte aber bei den Bodenpflanzen auf den richtigen Bodengrund achten.In höheren Lagen kann man Bromelien pflanzen bzw. auf Asten aufbinden. Bromelien sind ein wichtiger Bestandteil im Pfeilgiftfroschterrarium. Orchideen und Tillandsien kann man auch sehr gut einbringen, es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Pflanzen regelmäßig abtrocknen können. 3. Technik 3. 1. Technik allgemein Das wichtigste technische Gerät ist die Zeitschaltuhr. Mit ihr lassen sich alle Arbeiten, die täglich anfallen automatisieren, so wie das Ein- und Ausschalten von Licht, Beregnungsanlage oder Belüftung. Durch die Zeitschaltuhr kann man ein Pfeilgiftfroschterrarium auch mal ein paar Tage unbeaufsichtigt lassen. Elektronische Hydrostate und Thermostate ist auch sehr nützliche Helferin zum Überwachen von Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Sie können unter anderem auch dafür eingesetzt werden, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regeln. 3. 2. Heizung Pfeilgiftfrösche gehören zu den wechselwarmen Tieren, darum ist die Umgebungstemperatur sehr wichtig. Zu den gebräuchlichsten Heizmitteln gehören Heizkabel und Heizmatten. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Terrarium nicht dicht auf dem Heizelement steht. Durch das Gewicht kann es zu Beschädigungen kommen oder zur Überhitzung. Es soll auch schon borgekommen sein, dass durch den enormen Temperaturunterschied von Heizelement und Bodenplatte diese platzen kann. Durch das Heizen von unten erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit, was den Fröschen gut bekommt. Jedoch ist ein Erwärmen des Terrariums von unten sehr unnatürlich. Wichtig: Heizkabel/matte soll nicht im Terrarium verlegt werden, da es sich bei einem Pfeilgiftfroschterrarium um einen Feuchtraum handelt und eventuelle Beschädigungen vom Heizmedium für die Frösche bzw. für den Halter tödlich sein kann.Eine weitere Möglichkeit ist, das Terrarium über die Beleuchtung zu heizen. Z.B. mit einem Strahler. 3. 3. Beleuchtung Als Beleuchtungsmittel haben sich T5 Leuchtstoffröhren gut bewehrt, da sie sehr energiesparend sind und eine hohe Lichtleistung haben. Ausreichend Licht ist für die Frösche sehr wichtig, da sie tagaktiv sind und das Licht brauchen um ihre Beute zu fixieren und sicher zuschnappen können. Auch für die Pflanzen im Terrarium ist eine ausreichende Lichtmenge sehr wichtig. Die tägliche Beleuchtungsdauer sollte am Tag 12 Stunden betragen. 3. 4. Beregnungsanlage Beregnungsanlagen sind recht praktisch, da sie einem das tägliche Sprühen von Hand abnehmen.Für Beregnungsanlagen eignen sich sehr gut Sekunden Zeitschaltuhren. Beregnungsanlagen kann man bei diversen Herstellern wie z.B. bdt24, E.N.T., Lucky Reptile …usw. fertig kaufen. Man kann auch nur die Komponenten, wie Pumpen, düsen, Schläuche und Schlauchverbindungen kaufen und sich selbst seine individuelle Beregnungsanlage bauen. Wer sich aber eine Beregnungsanlage in sein Terrarium baut, sollte sich auch einen Abfluss einbauen, um das Terrarium nicht zu fluten! 4. Ernährung Die Ernährung ist ein sehr wichtiger Aspekt in der Pfeilgiftfroschhaltung. Der von Anfängern gerne mal unterschätzt wird. Pfeilgiftfrösche fressen nur Lebendfutter und um dieses das ganze Jahr bereitstellen zu können erfordert eine Menge Erfahrung, auch heute noch. Der Fressreiz wird durch Bewegung ausgelöst. Hat der Frosch seine Beute mit den Augen fixiert, wird dann mit der Zunge zugeschnappt. Wichtig ist es, den Fröschen eine ausgewogene Ernährung anbieten zu können. Sicher, man kommt kaum an das Nahrungsangebot in der Natur hin, aber man sollte versuchen, den Tieren nicht nur Fruchtfliegen zu bieten, sondern auch andere Futtertiere, wie Ofenfischchen, Springschwänze, weiße Asseln, Erbsenblattläuse, Wiesenplankton usw. Die Futtertiere sollte mit Nahrungsergänzungspräparaten aufgewertet werden, um den Fröschen wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren zuzuführen. Dazu werden die Futtertiere mit dem Nahrungsergänzungspräparat bestäubt (darauf achten, dass das ganze Tier voll ist) und gleich darauf verfüttert. 4. 1. Futtertiere Die Futtertiere und deren Zucht werden im Bereich „Futtertiere“ näher beschrieben. 5. Häufig gestellte Fragen 5. 1. Vergesellschaftung? Ich selbst bin kein Freund der Vergesellschaftung und würde es auch niemandem nahelegen zu vergesellschaften, weil ich weiß, was passieren kann. Als ich angefangen habe, Pfeilgiftfrösche zu halten, habe ich mir zuerst ein großes Terrarium (150 x 60 x 100) eingerichtet und einlaufen lassen und dann habe ich es mit zwei D. leucomelas Jungtieren besetzt. Weil mir das aber zu wenig war, und ich mir gedacht habe, das Terrarium ist ja eh riesig, habe ich auch noch zwei P. vittatus dazugekauft. Jeder Anfänger träumt von einem schönen dicht bepflanzten Dschungel mit vielen verschiedenen bunten Fröschen und darum habe ich mir auch noch drei D. t. azureus besorgt und die auch noch ins Terrarium getan.Am Anfang ging alles gut, weil alle Frösche noch Jungtiere waren. Jedoch mit der Zeit war einer meiner D. leucomelas, die eigentlich gar nicht scheu waren und immer gern herum hüpften, fast nicht mehr zu sehen, auch nicht beim Füttern Ich bin dann über den Froschblog (bitte lesen) gestolpert, der mir die Augen geöffnet hat. Daraufhin habe ich mir zwei neue Terrarien besorgt, diese eingerichtet, einfahren lassen und meine P. vittatus und D. leucomelas (die mittlerweile schon sehr abgemagert waren) umgesetzt. Das Problem bei mir, was die D. t. azureus mit zunehmenden Alter größer, gieriger und dominanter geworden sind. Ein anderer Grund, warum man nicht vergesellschaften sollte ist, dass Bastarde entstehen können, vor allem wenn man von einer Art unterschiedliche Variantne zusammen in einem Terrarium hält. 5. 2. Muss ich meine Frösche anmelden? Ja! Pfeilgiftfrösche sind in Österreich meldepflichtig. Das Melden selbst ist in der Regel aber kostenlos!Mehr dazu hier: "Rechtliches" 5. 3. Wo gibt es Züchter? Züchter gibt es in ganz Österreich, wir haben versucht, einige davon zusammenzutragen und haben hier: „Züchterliste“ ein Verzeichnis erstellt. 5. 4. Sind Pfeilgiftfrösche giftig? Pfeilgiftfrösche sind in der Regel nicht giftig, außer man kauft sich illegal eingeführte Wildfänge, da kann es sein, dass sie giftig sind, aber nach 1 – 1,5 Jahren haben auch diese ihr Gift abgebaut. Nachzuchten sind nicht giftig! Ich hoffe die wichtigsten Fragen sind jetzt beantwortet, wenn es noch weiter Fragen gibt, können sie sich gerne über die Kontakt-Funktion oder im Forum bei uns melden. ©Thomas MayrEmpfohlene Literatur:Tags Grundlagen - Pfeilgiftfrosch haltung - Dendrobaten haltung - haltung - Dendrobaten - Pfeilgiftfrösche - Frosch haltung - Frosch
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