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Tenodera sinensis PDF Drucken
Mantiden
Geschrieben von: memphis   

Vorkommen:
Ursprünglich Asien, wurde um 1900 in den USA eingeführt. Nahe Philadelphia, Pennsylvania erstmalig ausgesetzt. Mittlerweile ebenso in Kanada heimisch.

Lebensraum: Höheres Gras, in Feldern und Büschen. 

Erreichtes Höchstalter nach der Adulthäutung: Männchen bis ca.4 Monate, Weibchen bis ca. 9 Monate.

Erreichte Größe Adult: Männchen bis 10cm, Weibchen bis 13cm

Haltung im Terrarium:
Einzelhaltung eines erwachsenen Tieres : 20cm x 20cm x 40cm

Gruppenhaltung der Larven : 20cm x 20cm x 50cm

Dies sind Mindestmaße, größer ist immer besser. Ebenso ist bei dieser Art eine längerfristige Haltung, über das 6. Larvenstadium hinaus, in den bekannten und oft verwendeten 5,8l Boxen nicht zu empfehlen, da dies zu Häutungsschwierigkeiten führt.
Bis zu dem 3./4. Larvenstadium kann man die Tiere bei vielen mobilen Futtertieren im Terrarium in Gruppen halten. 
 

Klima im Terrarium:
Diese Art ist nicht sehr anspruchsvoll, was Temperatur und Luftfeuchtigkeit betrifft. Tagsüber genügen den Tieren 23°C – 28°C, nachts sind Temperaturabsenkungen bis 18°C kein Problem.
Vollkommen ausreichend ist eine Luftfeuchte von etwa 50% - 60%, alle 2-3 Tage sprühen.


Terrarium Einrichtung:
Bodengrund:
   Waldboden, Zellstoff
Ausstattung:
    einige Kletteräste, Rindenstücke, echte Pflanzen; alles nicht zu dicht angeordnet.
Beleuchtung:
   Halogen oder Tageslicht. Keine Neonröhren!

Zucht:
Beide Geschlechter sind ca. 14 Tage nach der Adulthäutung geschlechtsreif.
Nach einem typischen Balztanz nähert sich das Männchen langsam dem Weibchen, welches durch vorstrecken der Fangarme Paarungsbereitschaft anzeigt. Erst dann springt oder fliegt das Männchen auf das Weibchen.

Kopula kann bis zu 16 Stunden andauern. Sollte das Weibchen nicht zuvor satt gewesen sein, kann der bekannte Paarungskannibalismus dem Männchen das Leben kosten. Die erste Oothek wird  nach ungefähr 3 Wochen gebaut, weitere 7-9 kommen in etwa 2-3 Wochen Abstand. Für besten Zuchterfolg nach jeweils der 3. Oothek nachverpaaren. Diese Art kann je nach Herkunft eine Diapause der Ootheken benötigen. Hierbei werden die Ootheken bis Ende April im Kühlschrank bei etwa 4°C – 10°C und jedem vierten Tag leicht besprüht gelagert. Danach bei ungefähr 25°C und gelegentlichem sprühen weiter zeitigen. Nach weiteren 2 – 3 Wochen schlüpfen 200 – 500 Larven. Durchschnittlich schlüpfen 250 Tiere. Massenschlupf, Oothek in ausreichend großem Gefäß zeitigen! Schlupfzeit ist unterschiedlich, meistens jedoch am Vormittag oder frühen Nachmittag.

Die Tiere sind nach dem Schlupf etwa 7-8 mm groß und sehr hell. Gefüttert werden die Kleinen spätestens am nächsten Tag mit großen und kleinen Drosophila.


Futter: 
Ab dem 3./4. Larvenstadium alle Arten von Fliegen und deren Maden, Grillen, Heuschrecken, Schaben, Wachsmotten und deren Maden. Wiesenplankton wegen seiner eventuellen Parasiten und Heimchen wegen der oft erwähnten Unverträglichkeit nur spärlich bis gar nicht verfüttern.
 

Besonderheiten:  
Diese Art ist sehr aggressiv und neigt zur Nervosität. Daher nie zu viele Jungtiere zusammen in einem Gefäß halten und auch nicht zu viele Futtertiere im Terrarium lassen. Überwinterung der Oothek im Kühlschrank.

©Wolfgang Eichinger

Empfohlene Literatur: